Anzahl von Ransomware-Angriffen steigt durch Corona
Weltweit kämpfen Behörden, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit den Folgen von Ransomware-Attacken. Durch Corona spitzt sich die Situation weiter zu, denn auch die Methoden der Cyber-Kriminellen passen sich an – die großflächigen Fernzugriffe aus dem Home-Office erhöhen die Angriffsfläche auf das Unternehmensnetzwerk und durch den verringerten persönlichen Kontakt haben Phishing-Angriffe leichteres Spiel.
Was ist Ransomware? Welche Bedrohungen gibt es aktuell? Und wie können sich Ihre Kunden schützen? Das erfahren Sie hier.
Was ist Ransomware?
Der Begriff „Ransomware“ setzt sich aus dem englischen Wort für Erpressung („ransom“) und Software zusammen. Dahinter verbirgt sich ein Schadprogramm, das Daten und Programme auf infizierten Systemen systematisch verschlüsselt und für den Nutzer damit unbrauchbar macht. Für die Entschlüsselung der Daten und Programme fordern die Cyber-Kriminellen dann ein Lösegeld. Da die Programme wie ein trojanisches Pferd ins System geschleust werden, werden sie auch als Kryptotrojaner bezeichnet. Das Schadprogramm kann auf unterschiedliche Weise in das IT-System gelangen, die meist verwendete Methode sind jedoch infizierte E-Mail-Anhänge.
Besonders im Visier solcher Ransomware-Angriffe sind kleine und mittlere Unternehmen – kein Wunder: Wie im zuletzt veröffentlichten Coveware Marktbericht zeigt auf, dass Hacker die wirtschaftlichen und arbeitsplatzbedingten Störungen im ersten Quartal 2020, die durch den Covid-19-Ausbruch verursacht wurden, massiv für Spam-Angriffe ausnutzten. Sicherheitslücken aufgrund schwacher Sicherheitskonfigurationen beim Arbeiten im Home Office erleichterten den Cyber-Kriminellen zudem das Einschleusen der Schadprogramme. Die Statistiken der US-Studie weisen zudem nach, dass die Zahlungen für Ransomware-Attacken im Vergleich zum letzten Quartal um 33 Prozent gestiegen sind.
Zusätzlich zu den beschriebenen Ransomware-Angriffen erreicht uns in Deutschland nun auch der Trend, dass Daten nicht nur verschlüsselt, sondern als weiteres Druckmittel vorab extrahiert werden: Heise berichtete über den